Im Gegensatz zu Edisons Phonographen mit Wachszylindern speicherte das Grammophon den Ton auf flachen, runden Schallplatten.
Diese Form des Tonträgers brachte entscheidende Vorteile.
Schallplatten konnten deutlich einfacher vervielfältigt und industriell gepresst werden.
Damit wurde erstmals eine breite Verbreitung von Musikaufnahmen möglich.
Die Tonaufzeichnung erfolgte durch eine seitliche Auslenkung der Nadel in der Rille der Schallplatte.
Diese Technik wird als seitenschriftliche Aufnahme (lateral cut) bezeichnet.
Sie ermöglichte eine stabilere Wiedergabe und bessere Klangqualität als frühere Verfahren.
Durch die Möglichkeit der Massenproduktion von Schallplatten entstand erstmals ein weltweiter Markt für Musikaufnahmen.
Musik konnte nun gekauft, gesammelt und zu Hause abgespielt werden.
Berliners Erfindung prägte die Entwicklung der Musikindustrie über viele Jahrzehnte.
Das Grammophon gilt daher als entscheidender Meilenstein in der Geschichte der Tonträger und als Grundlage der modernen Schallplatte.