Vinyl-Langspielplatte (LP). Mit der Einführung der Vinyl-Langspielplatte (LP) beginnt eine neue Ära der hochwertigen und länger spielenden Schallplatten.

 

Die Langspielplatte (Long Play, LP) wird 1948 von Columbia Records vorgestellt.
Sie besteht aus Vinyl, einem deutlich robusteren und leiseren Material als die bisher verwendete Schellackplatte.
LPs werden mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute abgespielt.
Durch die feineren Mikrorillen (Microgroove) kann wesentlich mehr Musik gespeichert werden.
Eine LP bietet etwa 20 bis 25 Minuten Musik pro Seite.
Damit können erstmals komplette Alben oder längere Werke auf einer einzigen Platte veröffentlicht werden.
Die Klangqualität ist deutlich besser und rauschärmer als bei Schellackplatten.
Die LP wird schnell zum Standardformat für Musikaufnahmen.
Besonders im Jazz, in der Klassik und später in der Popmusik setzt sich das Format durch.
Über mehrere Jahrzehnte bleibt die Vinyl-LP das wichtigste Medium der Musikindustrie.
Sie prägt die Musikkultur des 20. Jahrhunderts nachhaltig.