Nach der Erfindung des Grammophons durch Emile Berliner verbreitet sich die flache Schallplatte schnell weltweit.
Die meisten frühen Platten bestehen aus Schellack, einem natürlichen Harz, das mit Füllstoffen gemischt wird.
Typisch sind 78 Umdrehungen pro Minute, wodurch eine Spielzeit von etwa 3 bis 5 Minuten pro Seite möglich ist.
Schallplatten werden in Presswerken industriell hergestellt und in großen Stückzahlen verkauft.
Musikaufnahmen können nun erstmals weltweit verbreitet werden.
Große Firmen wie Victor, Columbia oder Odeon prägen den entstehenden Markt.
Auch berühmte Künstler wie Enrico Caruso werden durch Schallplatten international bekannt.
Das Grammophon wird zu einem beliebten Unterhaltungsgerät in privaten Haushalten.
Schallplatten finden sich bald in Wohnzimmern, Cafés und Tanzlokalen.
Die Schellackplatte bleibt mehrere Jahrzehnte der dominierende Tonträger.
Sie bildet die Grundlage für die spätere Entwicklung von Vinyl-Schallplatten und moderner Musikdistribution.