Capehart CA10-20.

Die Capehart CA10-20 gehört zu den technisch interessantesten Musikautomaten der späten 1930er-Jahre.

 

Nach der AMI „F“ war sie die zweite Jukebox, bei der beide Seiten einer Schallplatte gezielt ausgewählt und abgespielt werden konnten. Dadurch verdoppelte sich praktisch die verfügbare Musikauswahl.

Die Besonderheit lag im außergewöhnlichen Wechselmechanismus.
Dabei wurde die Schallplatte nicht umgedreht, sondern der gesamte Plattenkorb drehte sich um 180 Grad. Auf diese Weise konnte die gewünschte Seite der Platte abgespielt werden.

Mit 20 anwählbaren Titeln auf 78-rpm-Schellackplatten bot die CA10-20 eine für ihre Zeit große Auswahl an Musik.

Der aufwendige Mechanismus machte die Maschine technisch beeindruckend, aber auch komplex in Herstellung und Wartung.
Daher wurden nur etwa 200 Geräte gebaut.

Die CA10-20 gilt zudem als letzte von Capehart produzierte Jukebox und markiert damit das Ende der kurzen, aber technisch bemerkenswerten Jukebox-Phase dieses Herstellers.