In den 1950er-Jahren beginnen Toningenieure damit, Musik auf mehreren getrennten Tonspuren aufzunehmen.
Eine der wichtigsten Entwicklungen stammt von Les Paul, der mit experimentellen Aufnahmen neue Möglichkeiten schafft.
Statt alle Musiker gleichzeitig aufzunehmen, können nun einzelne Instrumente nacheinander aufgenommen werden.
Diese Spuren werden später im Studio zusammen gemischt.
Dadurch entsteht eine deutlich größere Kontrolle über Klang, Balance und Effekte.
Fehler können leichter korrigiert oder neu aufgenommen werden.
Auch komplexe Overdubs und zusätzliche Instrumente sind möglich.
Die Technik wird schnell von Plattenfirmen und großen Tonstudios übernommen.
Mehrspurmaschinen entwickeln sich von zwei und vier Spuren zu immer größeren Systemen.
Sie prägen die Musikproduktion von Rock, Pop, Jazz und Klassik.
Die Mehrspurtechnik bildet die Grundlage der modernen Musikproduktion bis heute.