Drahttongeräte. In den 1950er-Jahren werden magnetische Drahttongeräte vor allem für Sprachaufnahmen und Diktiergeräte verwendet.

 

Die Technik basiert auf der bereits 1898 entwickelten magnetischen Drahtaufzeichnung von Valdemar Poulsen.
Dabei wird der Ton auf einen dünnen Stahldraht magnetisch gespeichert.
Ein elektromagnetischer Aufnahmekopf wandelt Schall in magnetische Signale um.
Diese werden als magnetische Veränderungen entlang des Drahtes gespeichert.
Beim Abspielen werden sie wieder in elektrische Signale und hörbaren Klang umgewandelt.
Drahttongeräte sind besonders beliebt für Diktiergeräte, Büroanwendungen und Sprachaufzeichnungen.
Auch Journalisten, Militär und Forschungseinrichtungen nutzen diese Technik.
Der Vorteil liegt in der langen Aufnahmezeit und der Wiederverwendbarkeit des Drahtes.
Allerdings ist der Draht empfindlich und kann sich leicht verheddern oder reißen.
Schon bald wird die Technik von der magnetischen Tonbandaufnahme auf Kunststoffband abgelöst.
Dennoch gelten Drahttongeräte als wichtiger Schritt in der Entwicklung der magnetischen Audiotechnik.