Im 19. Jahrhundert entwickelten Tüftler und Uhrmacher raffinierte mechanische Systeme, die Musik ohne menschliches Spielen erzeugten.
Die frühesten Formen nutzten Stiftwalzen, auf denen kleine Metallstifte eine festgelegte Melodie speicherten.
Beim Drehen der Walze drückten diese Stifte gegen Metallzungen oder mechanische Hebel und erzeugten so Töne.
Später kamen auch Lochscheiben und gelochte Papierstreifen als mechanische Speicher zum Einsatz.
Diese Systeme steuerten Musikautomaten, Drehorgeln, Spieldosen und Orchestrions.
Viele dieser Geräte standen in Salons, auf Jahrmärkten und in öffentlichen Lokalen.
Sie konnten komplette Musikstücke automatisch und immer wieder gleich abspielen.
Die Technik verband Präzisionsmechanik mit musikalischer Unterhaltung.
Mechanische Musikautomaten gelten als wichtige Vorläufer moderner Tonträger.
Sie zeigten erstmals, dass Musik gespeichert und reproduziert werden kann.
Damit legten sie die Grundlage für Phonograph, Grammophon und spätere Audiotechnik.